Angewandte Mikrobiologie
In einem mehrwöchigen Projektunterricht im Schwerpunktfach Biologie tauchten die Schüler:innen in die faszinierende Welt der Mikroorganismen ein.
Mit sogenannten Agar-Platten, die als Nährboden für Bakterien und Pilze dienen, untersuchten die Jugendlichen ihr alltägliches Umfeld.
Dabei konzentrierten sich die Schüler:innen auf folgende Schwerpunkte:
- Raumluft: Zur Erleichterung aller Beteiligten lieferten die ausgewählten Räume unserer Schule ausgezeichnete Ergebnisse. Die Raumluft erwies sich als völlig unbelastet durch Schimmelpilzsporen.
- Gewürze: Auf den Nährböden wurden Schimmelpilze in diversen Küchengewürzen wie Pfeffer, Muskatpulver oder Paprika sichtbar gemacht.
- Menschlicher Körper: Abstriche aus Nasenlöchern, Gehörgängen sowie aus dem Hals und Untersuchungen des Speichels zeigten die dort natürlich vorkommenden Bakterienkulturen.
- Oberflächen: Bakterien lauern überall. Proben von Handys, Tablets, Türklinken, Armaturen und Wasserhähnen brachten nach kurzer Zeit aufschlussreiche Kulturen auf den Nährböden hervor.
- Nahrungsmittel: Die Schüler:innen wiesen ebenso nach, dass Schimmelpilze ein Baguette bereits komplett durchziehen, bevor sie äußerlich sichtbar sind, indem sie eine Sporensuspension ins Brot spritzten und nach einer Woche Brotscheiben analysierte. Dieser Versuch liefert den Beleg dafür, dass schimmelige und damit hochgiftige Lebensmittel stets vollständig entsorgt werden müssen.
Von der Probenahme im Alltag bis zur Auswertung der Agar-Platten mittels Raster und anschließender Präsentation bot dieses Projekt einen umfassenden Einblick in die Welt der Mikroorganismen mit teilweise überraschenden Ergebnissen.
Das wichtigste Ergebnis: Optische Unversehrtheit garantiert keine Keimfreiheit. Das gewonnene Wissen über unsichtbare Bakterien und hitzebeständige Schimmelpilzgifte hinterlassen einen nachhaltigen Erkenntnisgewinn für den Alltag.