Schüler:innenaustausch mit Italien
Am Bundesrealgymnasium Reutte gehört der Blick über Grenzen hinweg zu einem zentralen Bestandteil lebendiger Bildung. Ein besonderes Beispiel dafür ist der Schüler:innenaustausch mit der Partnerstadt Cles, der eindrucksvolle Begegnungen und wertvolle Erfahrungen ermöglicht hat.
Es gibt Momente im schulischen Leben, die weit über Unterricht, Stundenpläne und Klassenzimmer hinausreichen. Momente, in denen junge Menschen spüren, dass Lernen Begegnung bedeutet. Genau solche Momente durften Schüler:innen beim Austausch in Cles erleben.
Die Reise führte sie in eine Stadt, die mit Reutte durch eine besondere Verbindung verbunden ist: Cles ist Partnerstadt von Reutte. Diese Partnerschaft lebt von Begegnungen – und gerade junge Menschen geben ihr eine besondere Lebendigkeit.
In Cles wurde diese Partnerschaft spürbar. Türen öffneten sich, Familien nahmen die Jugendlichen auf, und aus einem einfachen Austausch wurden echte Begegnungen. Man sprach miteinander, lernte voneinander, lachte gemeinsam und entdeckte, wie ähnlich sich junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern eigentlich sind.
„Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie schnell aus anfänglicher Zurückhaltung echte Freundschaften entstehen“, betont Professorin Claudia Lingscheidt. „Solche Begegnungen prägen junge Menschen nachhaltig.“
Auch Professorin Magdalena Fasser unterstreicht den besonderen Wert des Austauschs: „Schüler:innen erleben, dass Europa nicht nur ein politischer Begriff ist, sondern vor allem aus Menschen und Beziehungen besteht. Genau das macht diese Erfahrungen so wertvoll.“
Solche Begegnungen verändern. Sie erweitern den Horizont, stärken Selbstvertrauen und lassen Freundschaften entstehen, die Grenzen überwinden. Wenn Jugendliche erleben, dass Verständigung auch jenseits der eigenen Sprache möglich ist, wächst etwas, das kein Lehrbuch vermitteln kann: echtes interkulturelles Verständnis und ein Gefühl europäischer Verbundenheit.
Eine Schülerin beschreibt ihre Erfahrung so: „Am Anfang war alles neu, aber nach kurzer Zeit fühlte es sich an, als würden wir uns schon lange kennen. Es war eine unglaublich schöne Erfahrung.“
Ein Austausch dieser Qualität entsteht jedoch nicht von selbst. Er braucht Menschen, die mit Herz, Engagement und großem organisatorischem Einsatz daran arbeiten. „Mein ganz besonderer Dank gilt den Professorinnen Claudia Lingscheidt und Magdalena Fasser“, sagt Direktor Dr. Christian Meßmer. „Mit großem persönlichen Einsatz, Begeisterung und viel Verantwortung haben sie diesen Austausch vorbereitet und begleitet. Sie haben nicht nur eine Reise organisiert – sie haben Begegnungen ermöglicht und jungen Menschen neue Welten eröffnet.“
Der Aufenthalt in Cles hat einmal mehr gezeigt: Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort der Begegnung, der Freundschaft und des gemeinsamen Wachsens.
Und genau dort beginnt Bildung im schönsten Sinn.