Interreligiöser Dialog
Unter dem Motto „Aufstehen. Aufeinanderzugehen. Voneinanderlernen.“ machte sich die 6. Klasse Religion des BG/BRG Reutte auf den Weg nach Innsbruck. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Religionslehrer Patrick Gleffe und Lehrerin Ebru Gören.
Der Tag begann in der Synagoge, wo die Jugendlichen spannende Einblicke in jüdische Traditionen, Feste und Rituale erhielten. Eine Schülerin berichtete: „Ich wusste gar nicht, dass Gebete und Rituale so vielfältig sind. Es war sehr beeindruckend, alles live zu erleben.“
Ein gemeinsames Mittagessen auf Einladung des bischöflichen Schulamtes der Diözese Innsbruck bot viel Raum für Austausch und Gespräche. Ein Schüler meinte: „Beim Essen haben wir uns richtig gut über unsere Erfahrungen ausgetauscht. Ich habe viel Neues über andere Kulturen gelernt.“
Am Nachmittag besuchte die Klasse eine Moschee, erlebte Rituale und nahm am Gebet teil. Ein Schüler reflektierte: „Es ist viel intensiver, Religion zu erleben, als nur darüber zu lernen. Man spürt die Gemeinschaft richtig.“
Den Abschluss bildete der Besuch des Doms St. Jakob, der Raum für Reflexion, Begegnung und gemeinsame Wertschätzung bot. Eine Schülerin meinte: „Hier habe ich gemerkt, dass wir trotz unterschiedlicher Religionen viele Werte teilen – Respekt, Mitgefühl und Gemeinschaft.“
Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich über Sinn, Glaube und Verantwortung aus und erkannten: „Auch wenn wir anders glauben, verbindet uns mehr, als uns trennt.“
Dieses Projekt war ein bedeutender Schritt hin zu gegenseitigem Verständnis und Respekt. Die Jugendlichen nahmen wertvolle Erfahrungen mit und zeigten großes Interesse an weiterem Austausch. Gemeinsam wurde der Grundstein für zukünftige interreligiöse Dialoge gelegt – Brücken des Vertrauens, der Achtung und des Miteinanders.
Denn eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Wenn man aufeinander zugeht und voneinander lernt, entstehen Brücken – und Brücken verbinden.
„Ich glaube, das war erst der Anfang – der Dialog hat heute begonnen und geht weiter,“ fasste Direktor Christian Meßmer die Erfahrungen des Tages zusammen.